Organisationsentwicklung
Organisationen unter Spannung – Wie bleiben sie handlungsfähig?
Organisationen stehen unter zunehmendem Druck: Beschleunigung, gesellschaftliche Polarisierung, steigende Komplexität und wachsende Unsicherheit prägen den Arbeitsalltag.
Die Fachgruppe Organisationsentwicklung bietet Mitgliedern des Instituts einen konzeptionellen Denk- und Reflexionsraum, um diese Entwicklungen strukturell zu verstehen und ihre Bedeutung für Führung und Beratung einzuordnen.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Spannungsfelder und die Frage, wie Organisationen unter komplexen Bedingungen handlungsfähig bleiben können.
Format
- 4 Termine im Jahr
- jeweils 2 Stunden (online via MS Teams)
- Teilnahme kostenfrei für Mitglieder und Fördermitglieder
- Durchführung ab 3 Teilnehmenden
- Buchung über den Kalenderlink
Jeder Termin verbindet:
- einen Impuls zum Thema der Veranstaltung
- eine strukturierte Arbeitsphase
- die gemeinsame Verdichtung zentraler Thesen und Handlungsimpulse
Die Ergebnisse werden dokumentiert und können für die inhaltliche Weiterentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit des Instituts genutzt werden.
Leitung: Dr. Katharina Ibrahim, Organisationsentwicklerin und Ausbilderin im Bereich systemischer Organisationsentwicklung
Themen & Termine 2026 im Überblick
16. April | 15:00–17:00 Uhr
Mehr Tools, mehr Tempo, mehr Druck – Beschleunigung als strukturelles Problem
Organisationen befinden sich zunehmend im Dauerbeschleunigungsmodus. Digitale Technologien, Marktanforderungen und Effizienzlogiken erzeugen ein hohes Maß an Tempo und Leistungsdruck.
Leitfragen:
- Wie entsteht organisationale Überforderung strukturell?
- Welche Dynamiken verstärken Beschleunigung?
- Welche Rolle spielt Führung zwischen Effizienz und Begrenzung?
- Wo liegen Interventionsmöglichkeiten der Organisationsentwicklung
25. Juni | 08:30–10:30 Uhr
Polarisierung im Unternehmen – Wie hält (m)eine Organisation gesellschaftliche Spannungen aus?
Gesellschaftliche Polarisierungen, moralische Aufladungen und Wertepluralität wirken zunehmend in Organisationen hinein.
Leitfragen:
- Wie gehen Organisationen mit unterschiedlichen Haltungen und Wertvorstellungen um?
- Wann werden gesellschaftliche Konflikte zu organisationalen Herausforderungen?
- Welche Führungsdilemmata entstehen?
- Wie kann Handlungsfähigkeit trotz – oder gerade mit – Pluralität gesichert werden?
17. September | 15:00–17:00 Uhr
Lernende Organisation – Mythos oder Strukturleistung?
Der Begriff „lernende Organisation“ ist weit verbreitet. Doch was bedeutet er genau – und worin unterscheidet er sich vom organisationalen Lernen?
Leitfragen:
- Was unterscheidet individuelles Lernen von organisationalem Lernen?
- Welche Strukturen müssen sich verändern, damit Organisationen tatsächlich lernen?
- Welche Rolle spielen Führung und interne Organisationsentwicklung?
- Wo liegen typische Blockaden und Entwicklungshemmnisse?
6. November | 08:15–10:15 Uhr
Organisationale Resilienz – Krisenfähigkeit von Organisationen
Organisationale Resilienz wird häufig individualpsychologisch verstanden. Die Fachgruppe richtet den Blick auf strukturelle und systemische Aspekte von Krisenfähigkeit.
Leitfragen:
- Was macht Organisationen langfristig krisenfähig?
- Welche Entscheidungs- und Kommunikationsstrukturen tragen in unsicheren Zeiten?
- Wie entsteht kollektive Handlungsfähigkeit unter Druck?
- Welche Rolle spielt Organisationsentwicklung bei der Stabilisierung?